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Institut für Traumapädagogik, Regina Sänger, Diplom-Psychologin
 
 

Unsere Weiterbildungen zur Traumapädagogin/zum Traumapädagogen zielen vor allem drauf ab:

  • Verständnis für die bei traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ablaufenden psychischen Prozesse und die daraus resultierenden Beziehungsdynamiken zu vermitteln,
  • Sicherheit in der Planung und Durchführung adäquater Interventionsstrategien zu bringen,
  • eine Entlastung der Fachkräfte zu gewährleisten,
  • eine traumapädagogische Haltung zu entwickeln, die eine mitfühlende aber dennoch abgegrenzte Begleitung und Unterstützung ermöglicht.

Dabei beinhaltet jeder Fortbildungsblock theoretischen Input, die Erprobung praktischer Handlungsstrategien sowie Anteile von Selbstreflexion und Selbstfürsorge.

Traumapädagogik / Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik
DeGPT und Fachverband Traumapädagogik zertifiziert, Bremen

 

Ab 01.01.2018 gilt das überarbeitete Curriculum der DeGPT / Fachverband Traumapädagogik
Das bisherige Curriculum "Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung" ist in zwei Weiterbildungsverläufe aufgeteilt worden: "Traumapädagogik" und "Traumazentrierte Fachberatung". Doppelabschlüsse sind möglich.
Wir bieten den Weiterbildungsschwerpunkt "Traumapädagogik" sowie als Aufbauweiterbildung den Schwerpunkt "Traumazentrierte Fachberatung" an. Beide sind von den Fachverbänden DeGPT und FVTP rezertifiziert.

 

Unsere neuen Weiterbildungsgruppen Schwerpunkt "Traumapädagogik" 2019:

16-monatige Weiterbildung mit 10 zweitägigen Seminar-Blöcken

Leitung: Regina Sänger & Lucia Jungbluth
weitere Referentinnen: Silke Thiemann, Anke Fürste und Michaela Peschel

Unser nächster Infoabend:

Mittwoch, 06.11.2019 von 18 - 19.30 Uhr in der Langenstr. 53, 5. Etage
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

September 2019 - Start: Freitag/Samstag, 13./14.9.2019

Zeitraum: 13.09.2019 – 22.02.2021
Kurszeiten: Freitag/Samstag 10.00 – 18.00 Uhr
Umfang: 170 UE (20 Tage / 10 Blöcke) inkl. Gruppensupervision/Intervision und Einzelsupervisionen plus Abschlusskolloquium und Peergruppen-Treffen
Zertifikat: Traumapädagogik / Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik nach DeGPT/Fachverband Traumapädagogik
Teilnahmegebühr: 2980,- €
Anmeldeschluss: 05.07.2019

 

März 2020 - Start: Freitag/Samstag, 20./21.3.2020

Zeitraum: 20.03.2020 – voraussichtlich 17.07.2021
Kurszeiten: Freitag/Samstag 10.00 – 18.00 Uhr
Umfang: 170 UE (20 Tage / 10 Blöcke) inkl. Gruppensupervision/Intervision und Einzelsupervisionen plus Abschlusskolloquium und Peergruppen-Treffen
Zertifikat: Traumapädagogik / Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik nach DeGPT/Fachverband Traumapädagogik
Teilnahmegebühr: 2980,- €
Anmeldeschluss: 17.01.2020

 

2020 Start Aufbauweiterbildung "Traumazentrierte Fachberatung"
6-monatige Weiterbildung mit 2 zweitägigen Seminarblöcken
zertifiziert nach DeGPT und FVTP

Leitung: Regina Sänger
Umfang: 4 Tage / 2 Blöcke (32 UE) + Abschlusskolloquium für eine Abschlussarbeit
Kurszeiten:
Donnerstag/Freitag 10.00 - 18.00 Uhr
Kosten:
680,- €

 

Inhalt und Ziele der Weiterbildung Schwerpunkt "Traumapädagogik"

In vielen sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern begegnen wir Menschen, die starken Belastungen ausgesetzt waren oder sie noch durchleben. Insbesondere die Konfrontation mit Gewalt in ihren unterschiedlichen Ausprägungen kann zu Traumatisierungen und dauerhaften Folgeerscheinungen führen. Die Arbeit mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, die Misshandlungen, Vernachlässigung und/oder Missbrauch ausgesetzt waren oder noch sind, die Krieg und Flucht erlebt haben oder mit psychisch oder suchterkrankten Eltern zusammenleben, stellt insofern eine große Herausforderung für alle Fachkräfte dar. Die meisten der Betroffenen haben über die Jahre individuelle Überlebensstrategien entwickelt, die sich oft mit typischen Traumafolgen vermischt und chronifiziert haben. Misstrauen, Angst und alte Beziehungsmuster beeinflussen den Kontakt zu professionellen Helfern und Helferinnen, die immer wieder auf die Probe gestellt werden. Vor diesem Hintergrund erweisen sich viele der üblichen pädagogischen Interventionen als wirkungslos, wenn nicht kontraproduktiv, Beratungen stagnieren. In der Folge haben Fachkräfte oft das Gefühl, pädagogisch / beraterisch nicht wirksam sein zu können und fühlen sich ohnmächtig oder wütend.

Hier setzt die Traumapädagogik an:

Mittlerweile ist ein breites Spektrum an erprobten Handlungsmöglichkeiten zusammengetragen, neue sind entwickelt worden. Die wichtigen Erkenntnisse aus der Psychotraumatologie, der modernen Gehirnforschung und der Traumatherapie wurden auf die pädagogische Arbeit übertragen und verbunden mit bewährten pädagogischen Konzepten z.B. der Heilpädagogik und den partizipatorischen Ansätzen eines Janusz Korczak. Entwicklungs- und bindungspsychologische Konzepte sowie Stabilisierungsmöglichkeiten runden das traumapädagogische Wissens- und Handlungsspektrum ab.

Wichtigstes Ziel unserer Weiterbildung ist dementsprechend, mehr Sicherheit im Umgang mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen, deren Familien und Erwachsenen herzustellen und die persönlichen Handlungsspielräume zu erweitern.

Dazu gehört eine fundierte theoretische (state-of-the-art) Einführung in das Wissen über die Entstehung, Ursachen, Dynamik, Verlauf und die Folgen von Traumata bei Erwachsenen und Kindern. Denn für eine konstruktive Arbeit im pädagogischen Alltag und in der Beratungsarbeit ist zunächst ein umfassendes Verständnis der traumaspezifischen, neurophysiologischen und psychodynamischen Prozesse notwendig, die bei den Betroffenen ablaufen. Die Entwicklung einer entsprechenden traumapädagogischen Haltung ermöglicht eine mitfühlende aber dennoch abgegrenzte Begleitung und Unterstützung.

Ein weiterer Fokus liegt auf den traumapädagogischen Grundprinzipien und den daraus folgenden Stabilisierungsmöglichkeiten. Ein Einblick in ressourcen-aktivierende Stabilisierungsmethoden erweitert zusätzlich die Handlungsspielräume der Teilnehmenden. Ein Verständnis für die Bindungsdynamik traumatisierter Kinder und Jugendlicher erleichtert den Umgang mit Reinszenierungen alter Verhaltensmuster in der pädagogischen Beziehung. Reinszenierte elterliche Traumata gefährden das Kindeswohl - in der Weiterbildung werden wir uns mit den Chancen und Möglichkeiten eines stabilisierenden und heilenden Umgangs mit den betroffenen Familien auseinandersetzen.
Die Gestaltung einer konstruktiven Kooperation im Hilfesystem vervollständigt die Inhalte der Weiterbildung.

Da die Arbeit mit Traumatisierten mit hohen emotionalen Belastungen verbunden ist, bietet die Weiterbildung theoretisches Hintergrundwissen zu den Berufsrisiken sozialer Arbeit, Burnout und sekundäre Traumatisierung sowie alltagstaugliche Strategien der persönlichen Prävention und Selbstfürsorge.

Das multiprofessionelle Referentinnen-Team mit praktischen Erfahrungen aus der ambulanten und stationären Jugendhilfe, der (auch mädchenspezifischen) Beratungsstellenarbeit sowie der systemischen Beratung und Supervision deckt eine große Bandbreite sozialer Arbeitsfelder mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und deren Familiensystemen ab. Alle Referentinnen arbeiten auch aktuell in verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe und lassen diese Weiterbildung auch dadurch zu einer Fundgrube praxisorientierter Methoden werden.

Detailliertes Curriculum September 2019

Termintabelle September 2019

Detailliertes Curriculum März 2020

Referentinnen-Team (Auszug aus dem Curriculum)

Zielgruppe:

MitarbeiterInnen/Fachkräfte der Erziehung, (Heil-)Pädagogik und Psychologie

  • die in Obhut genommene/außerfamiliär untergebrachte traumatisierte Kinder und Jugendliche betreuen,
  • aus ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie aus der offenen Jugendarbeit,
  • aus Frauen- und Mädchenhäusern,
  • der Jugendämter,
  • aus Erziehungsstellen/Pflegeeltern,
  • der Fachdienste und Beratungsstellen,
  • aus dem Frühförder-, KiTa- und Hortbereich,
  • aus Schule und Schulsozialarbeit,
  • aus der Flüchtlingsarbeit
  • der Trauerbegleitung

 

Anmeldung und Aufnahme in die Weiterbildung
Anmeldung pfeil Vorgespräch pfeil Aufnahme in die Weiterbildung und Vertrag
Nach Eingang Ihrer schriftlichen Anmeldung samt tabellarischem Lebenslauf mit Foto, vereinbaren wir ein persönliches Vorgespräch, in dem wir die Ziele und Erwartungen an die Weiterbildung und Teilnahme klären können. Nach Aufnahme in die Weiterbildung erhalten Sie die definitive Teilnahmebestätigung mit dem Weiterbildungsvertrag.
Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben, bei Bedarf wird eine Warteliste für Nachrücker_innen eingerichtet.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte senden Sie uns per Email Ihre schriftliche Anmeldung und fügen Sie ein kurzes Motivationsschreiben und einen Lebenslauf mit Foto hinzu (Sie brauchen keine Zeugniskopien o.ä. anzuhängen).
Wir freuen uns auf Sie!

 

Die Zertifizierungskriterien und das zugrunde liegende Curriculum sind unter folgendem Link bei der DeGPT einsehbar: http://www.degpt.de/DeGPT-Dateien/2017%20FVTP%20DeGPT%20Curriculum%20neu.pdf

 

Derzeit laufende Weiterbildungsgruppen:

März 2019 - Start: Freitag/Samstag, 22./23.3.2019 - ausgebucht / geschlossene Gruppe

Zeitraum: 22.03.2019 – 04.07.2020
Kurszeiten: Freitag/Samstag 10.00 – 18.00 Uhr
Umfang: 170 UE (20 Tage / 10 Blöcke) inkl. Gruppensupervision/Intervision und Einzelsupervisionen plus Abschlusskolloquium und Peergruppen-Treffen
Zertifikat: Traumapädagogik / Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik nach DeGPT/Fachverband Traumapädagogik
Teilnahmegebühr: 2980,- €
Anmeldeschluss: 03.02.2019

 

September 2018 - Start: Freitag/Samstag, 7./8.9.2018 - ausgebucht / geschlossene Gruppe

Zeitraum: 07.09.2018 – 22.02.2020
Kurszeiten: Freitag/Samstag 10.00 – 18.00 Uhr
Umfang: 170 UE (20 Tage / 10 Blöcke) inkl. Gruppensupervision/Intervision und Einzelsupervisionen plus Abschlusskolloquium und Peergruppen-Treffen
Zertifikat: Traumapädagogik / Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik nach DeGPT/Fachverband Traumapädagogik
Teilnahmegebühr: 2890,- €
Anmeldeschluss: 15.08.2018

 

März 2018 - Start: Freitag/Samstag, 9./10.3.2018 - ausgebucht / geschlossene Gruppe

Zeitraum: 09.03.2018 – 22.06.2019
Kurszeiten: Freitag/Samstag 10.00 – 18.00 Uhr
Umfang: 170 UE (20 Tage / 10 Blöcke) inkl. Gruppensupervision/Intervision und Einzelsupervisionen plus Abschlusskolloquium und Peergruppen-Treffen
Zertifikat: Traumapädagogik / Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik nach DeGPT/Fachverband Traumapädagogik
Teilnahmegebühr: 2890,- €
Anmeldeschluss: 12.01.2018

 

August 2017 - Start: Freitag/Samstag, 25./26.08.2017 - beendet

Zeitraum: 25.08.2017 – 27.10.2018
Kurszeiten: Freitag/Samstag 10.00 – 18.00 Uhr
Umfang: 174 UE (18 Tage / 9 Blöcke) inkl. Gruppensupervision/Intervision plus Abschlusskolloquium, Einzelsupervisionen und Peergruppen-Treffen
Zertifikat: Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung nach DeGPT/BAG Traumapädagogik
Teilnahmegebühr: 2680,- €
Anmeldeschluss: 20.06.2017

Dezember 2016 - Start: Freitag/Samstag, 16./17.12.2016 - beendet

Zeitraum: 16.12.2016 – 14.04.2018
Kurszeiten: Freitag/Samstag 10.00 – 18.00 Uhr
Umfang: 174 UE (18 Tage / 9 Blöcke) inkl. Gruppensupervision/Intervision plus Abschlusskolloquium, Einzelsupervisionen und Peergruppen-Treffen
Zertifikat: Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung nach DeGPT/BAG Traumapädagogik
Teilnahmegebühr: 2680,- €
Anmeldeschluss: 14.10.2016

April 2016 - Start: Freitag/Samstag, 29./30.04.2016 - beendet

Zeitraum: 29.04.2016 – 17.06.2017
Kurszeiten: Freitag/Samstag 10.00 – 18.00 Uhr
Umfang: 174 UE (18 Tage / 9 Blöcke) inkl. Gruppensupervision/Intervision plus Abschlusskolloquium, Einzelsupervisionen und Peergruppen-Treffen
Zertifikat: Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung nach DeGPT/BAG Traumapädagogik
Teilnahmegebühr: 2680,- €
Anmeldeschluss: 28.02.2016

 

Systemische Traumapädagogik DeGPT u. FVTP zertifiziert, ILK Bielefeld

Die nächste Gruppe "Systemische Traumapädagogik" im ILK in Bielefeld nach dem überarbeiteten Curriculum


"Traumapädagogik / Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik"
Zertifiziert durch die DeGPT und BAG Traumapädagogik für "Traumapädagogik" und "traumazentrierte Fachberatung"

startet am 15./16.11.2019

Ort/Anmeldung: Institut für lösungsfokussierte Kommunikation

 

Weiterbildung Systemische Traumapädagogik 2019/2021                
Start: Freitag/Samstag, 15./16.11.2019, 10.00 - 18.00 Uhr, mit 10 zweitägigen Blöcken

in Kooperation mit dem Institut für lösungsfokussierte Kommunikation ILK Bielefeld

Leitung: Regina Sänger & Gisela Speckemeyer
weitere Referentinnen: Margarete Udolf und Dr. Judith Daniels

Kostenloser Infoabend: 02.05.2019 (19.00 - 20.30 Uhr)

Informationen

Die pädagogische Arbeit mit Menschen, die Gewalt, Misshandlungen, Vernachlässigung und/oder Missbrauch ausgesetzt waren oder noch sind, die Krieg und Flucht erlebt haben oder mit psychisch kranken oder suchtkranken Angehörigen zusammenleben, stellt eine große Herausforderung für alle Fachkräfte dar. Viele der Betroffenen sind traumatisiert und haben über die Jahre individuelle Überlebensstrategien entwickelt, die sich oft mit typischen Traumafolgen vermischt und chronifiziert haben. In der Folge haben Fachkräfte oft das Gefühl, nichts bewirken zu können und fühlen sich ohnmächtig oder wütend.

Die Traumapädagogik überträgt die wichtigen Erkenntnisse aus der Psychotraumatologie und der Traumatherapie auf die pädagogische Arbeit und hat mittlerweile ein breites Spektrum an erprobten Handlungsmöglichkeiten zusammengetragen und neu entwickelt. Die besondere Verbindung mit systemischen und ressourcen-lösungsorientierten Ansätzen lässt diese Weiterbildung zu einer Fundgrube praxisorientierter Methoden werden.

Das multiprofessionelle Referentinnenteam mit praktischen Erfahrungen aus der ambulanten und stationären Jugendhilfe, der Traumatherapie mit Kindern und Jugendlichen sowie der systemischen Beratung und Therapie deckt eine große Bandbreite sozialer Arbeitsfelder mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen, deren Familiensystemen sowie erwachsenen Menschen ab.

Detailliertes Curriculum
Das detaillierte Curriculum schicken wir Ihnen gern auf Anfrage zu.

Weitere Informationen auf der Seite des ILK.

 

Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung
DeGPT und FVTP zertifiziert, Kiel

in Kooperation mit dem Autonomen Mädchenhaus Kiel e.V.

15-monatige Weiterbildung mit 9 zweitägigen Seminar-Blöcken

Leitung: Regina Sänger & Margarete Udolf
weitere Referentinnen: Lucia Jungbluth und Michaela Peschel

 

- Eine neue Ausbildungsgruppe ist in Planung -


Dezember 2017 - Start: Freitag/Samstag 1./2.12.2017     -   ABGESCHLOSSEN  -

Zeitraum: 1.12.2017 – 16.3.2019
Kurszeiten: Freitag/Samstag 10.00 – 18.00 Uhr / 9.30 - 17.30 Uhr
Umfang: 174 UE (18 Tage / 9 Blöcke) inkl. Gruppensupervision/Intervision plus Abschlusskolloquium, Einzelsupervisionen und Peergruppen-Treffen
Zertifikat: Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung nach DeGPT/BAG Traumapädagogik
Teilnahmegebühr: 2680,- €
Anmeldeschluss: 1.10.2017
Kostenloser Infoabend: Mittwoch, 14.06.2017, 17.00 - 18.30 Uhr, Autonomes Mädchenhaus Kiel e.V., Holtenauer Str. 127, 24118 Kiel
Um eine Anmeldung zum Infoabend per Email wird gebeten

Information/Organisation: Autonomes Mädchenhaus Kiel

Inhalt und Ziele der Weiterbildung

In vielen sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern begegnen wir Menschen, die starken Belastungen ausgesetzt waren oder sie noch durchleben. Insbesondere die Konfrontation mit Gewalt in ihren unterschiedlichen Ausprägungen kann zu Traumatisierungen und dauerhaften Folgeerscheinungen führen. Die Arbeit mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, die Misshandlungen, Vernachlässigung und/oder Missbrauch ausgesetzt waren oder noch sind, die Krieg und Flucht erlebt haben oder mit psychisch oder suchterkrankten Eltern zusammenleben, stellt insofern eine große Herausforderung für alle Fachkräfte dar. Die meisten der Betroffenen haben über die Jahre individuelle Überlebensstrategien entwickelt, die sich oft mit typischen Traumafolgen vermischt und chronifiziert haben. Misstrauen, Angst und alte Beziehungsmuster beeinflussen den Kontakt zu professionellen Helfern und Helferinnen, die immer wieder auf die Probe gestellt werden. Vor diesem Hintergrund erweisen sich viele der üblichen pädagogischen Interventionen als wirkungslos, wenn nicht kontraproduktiv, Beratungen stagnieren. In der Folge haben Fachkräfte oft das Gefühl, pädagogisch / beraterisch nicht wirksam sein zu können und fühlen sich ohnmächtig oder wütend.

Hier setzt die Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung an:

Mittlerweile ist ein breites Spektrum an erprobten Handlungsmöglichkeiten zusammengetragen, neue sind entwickelt worden. Die wichtigen Erkenntnisse aus der Psychotraumatologie, der modernen Gehirnforschung und der Traumatherapie wurden auf die pädagogische Arbeit übertragen und verbunden mit bewährten pädagogischen Konzepten z.B. der Heilpädagogik und den partizipatorischen Ansätzen eines Janusz Korczak. Entwicklungs- und bindungspsychologische Konzepte sowie Stabilisierungsmöglichkeiten runden das traumapädagogische Wissens- und Handlungsspektrum ab.

Wichtigstes Ziel unserer Weiterbildung ist dementsprechend, mehr Sicherheit im Umgang mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen, deren Familien und Erwachsenen herzustellen und die persönlichen Handlungsspielräume zu erweitern.

Dazu gehört eine fundierte theoretische (state-of-the-art) Einführung in das Wissen über die Entstehung, Ursachen, Dynamik, Verlauf und die Folgen von Traumata bei Erwachsenen und Kindern. Denn für eine konstruktive Arbeit im pädagogischen Alltag und in der Beratungsarbeit ist zunächst ein umfassendes Verständnis der traumaspezifischen, neurophysiologischen und psychodynamischen Prozesse notwendig, die bei den Betroffenen ablaufen. Die Entwicklung einer entsprechenden traumapädagogischen Haltung ermöglicht eine mitfühlende aber dennoch abgegrenzte Begleitung und Unterstützung.

Ein weiterer Fokus liegt auf den traumapädagogischen Grundprinzipien und den daraus folgenden Stabilisierungsmöglichkeiten. Ein Einblick in ressourcen-aktivierende Stabilisierungsmethoden erweitert zusätzlich die Handlungsspielräume der Teilnehmenden. Ein Verständnis für die Bindungsdynamik traumatisierter Kinder und Jugendlicher erleichtert den Umgang mit Reinszenierungen alter Verhaltensmuster in der pädagogischen Beziehung. Reinszenierte elterliche Traumata gefährden das Kindeswohl - in der Weiterbildung werden wir uns mit den Chancen und Möglichkeiten eines stabilisierenden und heilenden Umgangs mit den betroffenen Familien auseinandersetzen.
Die Gestaltung einer konstruktiven Kooperation im Hilfesystem vervollständigt die Inhalte der Weiterbildung.

Da die Arbeit mit Traumatisierten mit hohen emotionalen Belastungen verbunden ist, bietet die Weiterbildung theoretisches Hintergrundwissen zu den Berufsrisiken sozialer Arbeit, Burnout und sekundäre Traumatisierung sowie alltagstaugliche Strategien der persönlichen Prävention und Selbstfürsorge.

Das multiprofessionelle Referentinnen-Team mit praktischen Erfahrungen aus der ambulanten und stationären Jugendhilfe, der (auch mädchenspezifischen) Beratungsstellenarbeit sowie der systemischen Beratung und Supervision deckt eine große Bandbreite sozialer Arbeitsfelder mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und deren Familiensystemen ab. Alle Referentinnen arbeiten auch aktuell in verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe und lassen diese Weiterbildung auch dadurch zu einer Fundgrube praxisorientierter Methoden werden.

Detailliertes Curriculum Dezember 2017

Termintabelle Dezember 2017  (Auszug aus dem Curriculum Seite 11)

Referentinnen-Team  (Auszug aus dem Curriculum Seite 12)

Zielgruppe:

MitarbeiterInnen/Fachkräfte der Erziehung, (Sozial- und Heil-)Pädagogik und Psychologie

  • die in Obhut genommene/außerfamiliär untergebrachte traumatisierte Kinder und Jugendliche betreuen,
  • aus ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie aus der offenen Jugendarbeit,
  • aus Frauen- und Mädchenhäusern,
  • der Jugendämter,
  • aus Erziehungsstellen/Pflegeeltern,
  • der Fachdienste und Beratungsstellen,
  • aus dem Frühförder-, KiTa- und Hortbereich,
  • aus Schule und Schulsozialarbeit,
  • aus der Flüchtlingsarbeit
  • der Trauerbegleitung

Anmeldung und Aufnahme in die Weiterbildung
Anmeldung pfeil Vorgespräch pfeil Aufnahme in die Weiterbildung und Vertrag
Nach Eingang Ihrer schriftlichen Anmeldung samt tabellarischem Lebenslauf mit Foto, vereinbaren wir ein persönliches Vorgespräch, in dem wir die Ziele und Erwartungen an die Weiterbildung und Teilnahme klären können. Nach Aufnahme in die Weiterbildung erhalten Sie die definitive Teilnahmebestätigung mit dem Weiterbildungsvertrag.
Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben, bei Bedarf wird eine Warteliste für Nachrücker_innen eingerichtet.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte senden Sie uns per Email Ihre schriftliche Anmeldung und fügen Sie ein kurzes Motivationsschreiben und einen Lebenslauf mit Foto hinzu (Sie brauchen keine Zeugniskopien o.ä. anzuhängen).
Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

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